THERAPIERICHTUNG: PSYCHODRAMA/SOZIOMETRIE/ROLLENSPIEL

Die Theorie des Psychodramas baut auf der Annahme auf, dass der Mensch ein schöpferisch handelndes Wesen ist, dass Handeln in Rollen stattfindet und jeweils bezogen auf andere Rollenträger ist. Diese Rollen werden in einem lebenslangen Sozialisationsprozess erlernt und sind modifizierbar.

Psychodrama Therapie arbeitet mit den vielfältigen Wahrnehmungskanälen des Menschen und macht über szenische Darstellungen oder mit Hilfe von Gegenständen biografische oder berufliche Themen „begreifbar“ und „erlebbar“. 

Denn Menschen verarbeiten Informationen unterschiedlich – die einen eher visuell, andere auditiv, und manche begreifen lieber durch das Angreifen von Dingen. Je vielfältiger die verschiedenen Kanäle genützt werden, umso intensiver können emotionale und kognitive Prozesse ausgelöst und die Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeit gesteigert werden.

Psychodrama Psychotherapeuten verstehen sich als Gastgeber und Expeditionsleiter einer Entwicklungsreise. Sie sind verantwortlich für den geschützten Rahmen der Therapie und sind ausgestattet mit Handwerkszeug bei auftretenden Problemen und Krisen. Das Ziel ist, Menschen in ihren Begegnungskompetenzen zu stärken und ihre Fähigkeiten zu Spontaneität und Kreativität zu fördern. Die psychodramatische Arbeit kann als Anstiftung zur (Wieder)Aneignung von Selbstbestimmung über das eigene Leben gesehen werden.